Tennis-Kids-Day, Low-T-Ball, die Tennis-Schule Heppenheim und der TC BW Heppenheim

Getreu dem Motto „Integrieren statt Isolieren“- spielend Tennis lernen

Die „Initiative Tennis-Kids-Day“ wurde im Jahr 2003 in Leipzig gegründet. Sie war Teil des Olympia-Bewerbungs-Programms der Stadt Leipzig und ihr nachhaltiges Ziel ist es, das Tennisimage bei Kindern und Jugendlichen deutlich zu verbessern. Nach dem Ausscheiden der Stadt Leipzig als Bewerberstadt im Mai 2004 entschlossen sich die drei Organisatoren Reimar Bezzenberger, Oliver Engst und Jürgen Teutsch, das Projekt in Form der bundesweiten „Initiative Tennis-Kids-Day“ dauerhaft fortzuführen (S. auch.: http://www.tennis-kids-day.de). Die Initiative ist Vereins- und Verbandsunabhängig. Sie ist ein Zusammenschluss von am Sport interessierten Personen und Förderern, zu denen jetzt auch die Tennis-Schule Heppenheim und der TC BW Heppenheim gehören, mit dem erklärten Ziel, das Tennisspiel zielorientiert neu zu beleben.

Das Anliegen der privatwirtschaftlich finanzierten und ehrenamtlich organisierten Initiative ist: Kinder nachhaltig zum Sport im Verein zu motivieren und damit auch neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Das heißt, auf Grund von Veranstaltungen sollen die Kinder als Vereinsnachwuchs für die Tennis-Clubs als Mitglieder gewonnen werden. Bisher haben mehr als 50.000 Schüler an mehr als 250 Veranstaltungen in Deutschland und im benachbarten Ausland teilgenommen. Eine hohe Anzahl davon spielt bereits Tennis in den jeweiligen Vereinen. Sämtliche Veranstaltungen werden immer in Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Vereinen durchgeführt.

Die Veranstaltungstage des Tennis-Kids-Day sind in die folgenden drei Aktivitäten aufgeteilt:

Heranführen der Kinder an Ballrückschlagspiele unter anderem durch ein Low-T-Ball-Turnier
(Low-T-Ball: Low-T-Ball hat ein deutlich kleineres Spielfeld als ein Tennis-Feld und ist durch Holzbretter begrenzt, dadurch bleibt der Ball länger im Spiel. Gespielt wird mit normalen Kinder-Tennis-Schlägern und luftgefüllten, übergroßen Plastikbällen, die nicht über ein Netz, sondern untern einem Holzbrett durchgespielt werden. Dadurch haben die Kinder sofort Spaß und Freude am Umgang mit Ball und Schläger, da sie keine Vorkenntnisse benötigen)

Integration aller teilnehmenden Kinder durch den Geräteparcour der „Kreativen Koordination“
sowie spaßbetonte Spiele.

Förderung - Die Sieger der Meisterschaften erhalten von den ausrichtenden Vereinen ein Tennis-Stipendium durch qualifizierte Trainer.

Für die teilnehmenden Vereine ist diese Aktion mit einem geringen finanziellen Aufwand verbunden, bei einer gleichzeitig hohen Resonanz. Die Kooperationsbereitschaft der Teilnehmenden Schulen ist gegeben, denn alle Kinder werden gleich behandelt, das Erlebnisforum stellt eine willkommene Abwechslung im Schulalltag dar und der soziale Grundgedanke „Integrieren statt Isolieren“ wird u.a. dadurch gewährleistet, dass z.B. beim Low-T-Ball Chancengleichheit im Wettbewerb für alle Kinder herrscht – unabhängig vom Ausbildungsstand in der Sportart Tennis.

Nachdem bereits im Jahre 2003 und 2005 insgesamt 79 Events mit ca. 18.000 Schülern durchgeführt wurden, hat sich die Tennis-Schule Heppenheim entschlossen, dieser Initiative u.a. in Zusammenarbeit mit dem TC BW Heppenheim beizutreten. In Deutschland und im angrenzenden Ausland werden in diesem Jahr noch 46 weitere Veranstaltungen im Rahmen des Tennis-Kids-Day stattfinden.

Neben zahlreichen Unterstützungen seitens der Politik, wie z.B. von Gerhard Schröder, Angela Merkel, Guido Westerwelle, Georg Milbradt, Christian Wulff und Sportfunktionären wie Georg Frhr. von Waldenfels (DTB-Präsident), Klaus Eberhardt (Damen-Bundestrainer), Klaus Steinbach (NOK-Präsident) haben sich bisher auch Tennis-Größen wie Anders Jarryd, Roger Federer, Patrik Kühnen, Thomas Emmrich, Rainer Schüttler Thomas Haas, Nikolas Kiefer und Roscoe Tanner bereits als Unterstützer für diese Aktion gewinnen lassen können.

In den letzten Wochen fanden nun die Tennis-Kids-Days in Heppenheim statt. Während dieser Zeit hat die Tennis-Schule Heppenheim in Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Tennis-Kids-Day etwas einmaliges erreicht: Heppenheim ist die erste Stadt in Deutschland, in der alle Grundschulen einer Stadt an einem Tennis-Kids-Day während des Sportunterrichts teilgenommen haben. Der Auftakt der Veranstaltungen bildete der Tennis-Kids-Day in der Nibelungen-Schule, gefolgt von der Martin-Buber-Schule. Weitere Events fand in der Konrad-Adenauer-Schule, in der Schloss-Schule und in der Kirschhausener Eichendorff-Schule statt.

Letzte Station auf dem Weg zum Schultennis-Masters, welches am 22.04.2006 auf der Anlage des TC BW Heppenheim ausgetragen wurde, war am 04. April 2006 die Christopherus-Schule in Hambach.

Das Bild in allen Schulen war immer begeisternd: „Das ist besser als Sachkunde und Mathe“, war von einem der Teilnehmer zu hören. Und nicht nur die Schüler waren begeistert: „Es waren zwei tolle Sporttage für unsere Schüler. Ein großes Dankeschön an die Initiative „Tennis-Kids-Day“ sowie an die „Strahlemann-Jugendlichen“. Mit dieser Begeisterung der Schüler habe ich nicht im Geringsten gerechnet“, resümierte Schulleiter Herr Schneider bei der abschließenden Siegerehrung stellvertretend für alle Lehrer, die sich von der Begeisterung der Kinder in allen Schulen haben anstecken lassen.

Höhepunkt dieser Events waren immer wieder die Finalspiele um die Jahrgangsmeister. Fast wie bei Davis-Cup-Spielen platzierten sich die Schüler um die Centre-Courts und sorgten mit selbst gemalten Plakaten, Maskottchen und Spruchbändern sowie mit lautstarken Fangesängen und Tanzeinlagen für eine besondere Stimmung und feuerten dadurch ihre Mitschüler an.

Nach jedem Finalspiel gab es in allen Schulen kein Halten mehr. Die Schüler stürzten sich auf die strahlenden Sieger und trugen diese als frisch gekürte Schultennis-Meister auf Händen durch die Halle. Die anschließende Siegerehrung wurde u.a. vom Heppenheimer Bürgermeister Herbert durchgeführt. „Heppenheim ist die erste Stadt in Deutschland, an der sich alle Grundschulen an diesen Sportveranstaltungen beteiligen. Ich wünsche mir, dass wir dies zu einer dauerhaften Einrichtung in Heppenheim etablieren können“, so Gerhard Herbert in seiner Dankesrede. Die Sieger erhielten aus den Händen der Organisatoren neben kleinen Präsenten auch Tennisstipendien des Junior Sportparks und spielen am 22. April auf der Clubanlage des TC Blau-Weiß Heppenheim mit den jeweiligen Siegern der anderen Heppenheimer Grundschulen den ersten Heppenheimer Schultennis-Meister aus.

Bei allen Veranstaltungen trugen darüber hinaus die Jugendlichen der „Strahlemann-Initiatiave“ zum gelungenen Verlauf der Schulmeisterschaften bei und waren als Schiedsrichter und Organisatoren pausenlos im Einsatz. Auch die Paten und Förderer der „Strahlemänner“ waren bei allen Events zugegen.

Erfreulich aus Sicht unseres Vereins ist über dieses Engagement hinaus, dass mit Niklas Petersen und Bettina Schalthöfer ein Schulsieger und eine Jahrgangssiegerin aus dem TC BW Heppenheim kommen und beim Masters-Turnier am 22.04.06 auf unserer Anlage ebenfalls teilnehmen werden.